Schulpartnerschaft

Partnerschaft El Tololar

Die Partnerschaft der Stadtteilschule Mümmelmannsberg und dem Evangelischen Gemeindezentrum Mümmelmannsberg mit dem Landschulverband El Tololar

Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“ Dieses afrikanische Sprichwort ist das Motto der Partnerschaft zwischen der evangelischen Gemeinde zusammen mit der Stadtteilschule Mümmelmannsberg und dem Landschulverband El Tololar. Seit nunmehr 30 Jahren bestehen die Kontakte zu León und wir können stolz auf viele gemeinsame Aktivitäten zurückblicken. Es gab gegenseitige Besuche, Austausche zu Themen wie „Die Bedeutung von Wasser“, Briefwechsel und eine Reihe von Projekten, die mit Hilfe der kleinen Leute aus Mümmelmannsberg realisiert werden konnten.

Begonnen hat alles 1984 mit einem LKW vollbeladen mit Hilfsgütern für die Landwirtschaftsschule Calasanz in León. Nachdem diese Schule privatisiert wurde und damit finanziell besser ausgestattet, sind wir die Partnerschaft mit dem Landschulverband El Tololar eingegangen.

Unsere Partnerschule ist ein Landschulverband bestehend aus fünf kleinen Schulstandorten in der Landgemeinde El Tololar in der Nähe eines noch aktiven Vulkans. Die Kinder haben weite Schulwege, sie leben in ihren Familien mit vielen Geschwistern auf kleinen Bauernhöfen oft ohne Strom und Wasseranschluss.

Regelmäßig schicken wir Schulmaterial mit dem Container der GEW nach El Tololar, damit die Kinder der armen Landbevölkerung die Schule besuchen können. Mit den Erlösen der Weihnachts-basare der evangelischen Gemeinde konnten bisher 5 Klassenräume gebaut werden, mehrmals neue Latrinen bzw. Toilettenhäuschen errichtet werden, Klassenräume eingerichtet und Brunnen fertig gestellt werden. Bei den Baumaßnahmen in El Tololar helfen die Eltern der Schüler unserer Partnerschule immer mit, sie heben Gruben aus, versorgen die Arbeiter mit Essen oder transportieren Baumaterial. So ist gewährleistet, dass beide Seiten an den Projekten beteiligt sind.

Um die Projekte zu finanzieren, verkaufen auf Mümmelmannsberger Seite SchülerInnen am Nicaragua-Stand Waren aus fairem Handel und die Mitglieder der evangelischen Gemeinde basteln für den Weihnachtsbasar und sammeln Preise für die Tombola. Der Nicaragua-Stand fehlt auf keinem Schulfest und auch auf Stadtteilfesten und beim Weihnachtsbasar ist er nicht wegzudenken. Nebenbei lernen die Jugendlichen den Umgang mit Kunden, Abrechnungen zu erstellen und Waren neu zu bestellen. So ist die Partnerschaft für alle Seiten ein Gewinn.

Frauke Finster