Künstlerateliers an der gsm

In Mümmelmannsberg wird die Kunst groß geschrieben.

Die Mümmelmannsberger Atelierstipendien – der direkte Draht zur Kunst.

Stipendiaten - gsm in der Presse

5. Februar 2015/kb05

Kultur- und Schulbehörde vergeben zwei Atelierstipendien an Anna Grath und Anik Lazar

Projekt an  der Stadtteilschule Mümmelmannsberg verbindet Kulturförderung mit künstlerischer Bildung 

Die Kulturbehörde und die Behörde für Schule und Berufsbildung vergeben zum achten Mal zwei Atelierstipendien an bildende Künstler. Die 70 Quadratmeter großen Arbeitsräume befinden sich im Schul- und Bildungszentrum Mümmelmannsberg. Das Stipendium sieht vor, dass die Künstler Schülergruppen und Lehrkräften nach Absprache Einblicke in ihre künstlerischen Arbeitsweisen geben. 

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Das Projekt schafft sehr erfolgreich, Künstlerinnen und Künstlern verbesserte Arbeitsbedingungen zu bieten und zugleich einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung an der Schule zu leisten. Hier zeigt sich was möglich ist, wenn verschiedene Institutionen kreativ und pragmatisch zur Förderung der Kunst und Kultur zusammenarbeiten.“ 

Aus über 20 Bewerbungen hat eine Jury die Hamburger Künstlerinnen Anna Grath und Anik Lazar für das Mümmelmannsberg-Stipendium ausgewählt, das alle zwei Jahre von der Kulturbehörde und der Behörde für Schule und Berufsbildung ausgeschrieben wird. Den Stipendiatinnen werden ab Februar beziehungsweise April 2015 für die Dauer von zwei Jahren je ein 70 Quadratmeter großes Atelier in der Schule mietfrei zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug geben die Künstlerinnen den Schülerinnen und Schülern Einblick in ihre künstlerische Arbeit und entwickeln Projekte mit Bezug zur Schule und/oder dem Stadtteil. Zusätzlich erhalten die Stipendiatinnen jeweils einen monatlichen Materialkostenzuschuss von 250 Euro und zum Abschluss des Stipendiums von der Kulturbehörde einen Katalogzuschuss von 2.500 Euro. 

Anna Grath, 1983 geboren, und Anik Lazar, Jahrgang 1982, sind Absolventinnen der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und haben ihr Studium am Lerchenfeld in den Jahren 2014 und 2013 abgeschlossen. Beide Künstlerinnen haben ihre Arbeiten bereits in verschiedenen regionalen und überregionalen Ausstellungen gezeigt.

In den Jahren zuvor waren unter anderem Verena Issel und Annika Kahrs sowie Cordula Ditz und Jörn Stahlschmidt Stipendiaten in der Stadtteilschule Mümmelmannsberg.

(Quelle: Pressemitteilung des Senats, 5.2.2015; Rückfragen der Medien: Enno Isermann, Pressestelle der Kulturbehörde)

 

Die GSM stellt seit 2001 in Zusammenarbeit mit der Schul- und der Kulturbehörde sowie dem Verein "Ateliers für die Kunst" jungen freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern für die Dauer von zwei Jahren zwei Atelierräume im Kunstbereich zur Verfügung. Diese Stipendien sind in Hamburg einmalig und bei den Hamburger Künstlerinnen und Künstlern sehr begehrt.

In den Künstlerateliers der GSM erleben die Schülerinnen und Schüler Kunst hautnah und arbeiten mit professionellen Künstlern.

In erster Linie üben die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre individuelle künstlerische Praxis aus, beziehen sich aber auch künstlerisch auf die Schule mit ihrer internationalen Schülerschaft und/oder den Stadtteil.

In ihren Sprechstunden öffnen die Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers für die Schulöffentlichkeit. Nach individueller Absprache stehen sie auch Schülergruppen für schulische Projekte mit künstlerischen Rat zur Seite und geben Einblicke in künstlerische Arbeitsweisen.

In Ateliergesprächen wird zudem Schülerinnen und Schülern aus Kursen der Oberstufe die Gelegenheit geboten, mit den Künstlern in einen Dialog zu treten.

Für Hamburger Kunstlehrerinnen und Kunstlehrer bieten die Stipendiatinnen und Stipendiaten außerdem zweitägige Fortbildungsveranstaltungen in Kooperation mit der Fachvertretung Kunst an, in denen Aspekte der künstlerischen Praxis thematisiert und praktisch erprobt werden.