Inklusion

Schüler sind unterschiedlich, sehr unterschiedlich.

Die Inklusion hilft uns diese Unterschiede zu überbrücken. Sie ist die pädagogische Chance, gut miteinander umzugehen und gemeinsam zu lernen.

Inklusion in Schule bedeutet die Unterschiedlichkeit der Schülerinnen und Schüler als pädagogische Chance für das gemeinsame Lernen und für das Miteinander zu begreifen.

Die Inklusion wurde 2010 für alle Hamburger Schulen verbindlich. Verankert ist sie im §12 des Hamburger Schulgesetzes. Inklusion bedeutet die konsequente Anerkennung von Heterogenität (Unterschiedlichkeit) der Schülerinnen und Schüler. Dadurch entsteht ein neuer Blickwinkel: Nicht die Schülerinnen und Schüler werden auf die "passende" Schule geschickt, sondern die Schule "passt" sich der Unterschiedlichkeit ihrer Schülerinnen und Schüler an. Diese Sichtweise bestätigt den Anspruch der gsm, die Schule für alle Schülerinnen und Schüler aus Mümmelmannsberg zu sein.

Unsere pädagogische Antwort darauf ist die Einrichtung multiprofessioneller Teams (SozialpädagogInnen, FachlehrerInnen und LehrerInnen für Sonderpädagogik) zur Betreuung der einzelnen Klassen. Sie sorgen, im Hamburger Vergleich, für eine hohe Anzahl von Unterrichtsstunden in Doppelbesetzung. Begleitet wird dieses von einer ständigen Weiterentwicklung des differenzierten Unterrichts, um der Unterschiedlichkeit der Lernenden gerecht zu werden. Das Betriebsprojekt Moccafée ist in diesem Kontext als ein inklusives Lernfeld hervorzuheben.

Mittendrin statt nur dabei, wir leben Inklusion. Nehmen wir die Klasse 6a, die haben jetzt das erste Jahr an der GSM hinter sich, und, wie funktioniert das mit der Inklusion?

An den ersten Tag an der GSM können sich alle Kinder noch gut erinnern. Die Aufregung war groß und die Kinder haben sich mit großen Erwartungen, aber auch Ängsten auf den Weg in die GSM gemacht.

Inzwischen liegt das erste Jahr hinter uns und die Klasse ist mittlerweile eng zusammen gewachsen. Gefragt, was das Besondere an unserer Klasse ist, antworten die Schüler als erstes, was auch sofort ins Auge fällt: Wir haben den größten Klassenraum.
Das stimmt, denn da eine Schülerin auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hat die 6a einen besonders großen Klassenraum mit einem dazugehörigen Gruppenraum bekommen. Als zweites nennen sie, dass sich alle gegenseitig helfen, besonders, wenn wir Ausflüge unternehmen. Die Schülerinnen und Schüler schätzen zudem den Zusammenhalt innerhalb der Klasse und vertrauen einander. Sie spielen mit jedem aus der Klasse, egal ob einer gehen kann oder nicht. Und wenn es doch mal Probleme gibt, werden diese gemeinsam im Klassenrat geklärt.
In den meisten Unterrichtsstunden werden die Schülerinnen und Schüler von einem Team aus zwei Lehrkräften unterrichtet. So ist es möglich, auf die jeweiligen Stärken und Schwächen der Kinder individuell einzugehen. Auch die Kinder bemerken dies, so sagten sie beispielsweise, dass sie besonders gut lernen können, weil die Lehrer/innen sich extra Zeit nehmen, wenn sie etwas nicht verstanden haben und es ihnen erklären. Ob "Spaß am Lernen", "mit den Freunden in der Pause spielen" oder sich einfach nur "jeden Tag auf die Klasse und die Lehrer/innen freuen" - alle Kinder der 6a sind gerne in der GSM.