Die gemeinsame Profiloberstufe

Die Studienstufe (Jahrgang 12/13)

In der gymnasialen Oberstufe werden die Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen eines Hochschulstudiums oder einer beruflichen Ausbildung vorbereitet. Ein vorrangiges Ziel ist es, das selbstständige Lernen zu stärken und eine wissenschaftspropädeutische Grundbildung zu vermitteln.

Die Ziele:

Die Schülerinnen und Schüler sollen

  • eine breite und vertiefte Allgemeinbildung erreichen,
  • inhaltliche und methodische Voraussetzungen für eine allgemeine Studierfähigkeit erwerben,
  • ihren Bildungsweg auch berufsbezogen fortsetzen können.

Fächer und Aufgabenfelder

Die in der Studienstufe angebotenen Fächer sind Aufgabenfeldern zugeordnet. Das Fach Sport ist keinen Aufgabenfeld zugeordnet. Bei der Zusammenstellung des individuellen Stundenplans, muss jeder Schüler und jede Schülerin darauf achten, die Belegverpflichtungen aus allen drei Aufgabenfeldern zu erfüllen.

Das sprachlich- literarisch- künstlerische Aufgabenfeld

Deutsch
Englisch
Spanisch
Französisch
Bildende Kunst
Musik
Darstellendes Spiel

Das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld

PGW (Politik, Gesellschaft, Wirtschaft)
Geographie
Geschichte
Religion
Philosophie

Das mathematisch- naturwissenschaftlich- technische Aufgabenfeld

Mathematik
Biologie
Chemie
Physik

Struktur der Studienstufe

Kernfächer

In der neuen Profiloberstufe sind die Kernfächer – Deutsch, Mathematik- 1. Fremdsprache- verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler mit jeweils 4 Wochenstunden zu belegen. Zwei der Kernfächer werden auf erhöhtem Niveau gewählt, ein Kernfach kann auf grundlegendem Niveau belegt werden.

Profilbereich

Jede Schülerin und jeder Schüler wählt nach seinen individuellen Fähigkeiten und Neigungen ein Profil.
Ein Profil ist ein Verbund von mehreren Fächern, der es ermöglicht, ein Thema fächerübergreifend aus unterschiedlicher Perspektive zu betrachten. Damit wird die Kompetenz des vernetzten Denkens gefördert und die Schülerinnen und Schüler werden auf die Anforderungen der modernen Gesellschaft vorbereitet. Jedem Profil ist ein zweistündiges Seminarfach angegliedert.

In der gemeinsamen Profiloberstufe können wir sieben Profile anbieten:

  • Kunst: „Art@Work“, Philosophie
  • Geographie: Konfliktfeld Ökonomie-Ökologie“, Biologie
  • Sport: „Sport und Gesellschaft“, PGW (Politik-Gesellschaft-Wirtschaft)
  • Geschichte: “Geschichte lebt in Bildern – Bilder machen Geschichte“, Kunst, Religion
  • Biologie: „Werkstatt Mensch: Vergangenheit-Möglichkeiten-Zukunft, Geographie
  • Chemie: „Chemie ist Leben- Leben ist Chemie“, PGW
  • Physik: „Wissen und Verantwortung“, Philosophie

Wahlpflicht- und Wahlbereich

Neben der Spezialisierung (Profilbereich) und der vertiefenden Allgemeinbildung in den Kernfächern müssen weitere Pflichtfächer gewählt werden. Die Belegverpflichtungen sind abhängig von dem gewählten Profilfach.

  • 4 Semester eines der Fächer Bildende Kunst, Musik oder Darstellendes Spiel
  • 4 Semester eines der Fächer PGW, Geschichte oder Geographie
  • 4 Semester eines der Fächer Religion oder Philosophie
  • 4 Semester eines der Fächer Biologie, Chemie oder Physik (vierstündig)
  • 4 Semester Sport
  • 4 Semester eine neuaufgenommende Fremdsprache (Spanisch oder Französisch), wenn in der Sekundarstufe I keine 2. Fremdsprache erlernt wurde

Im Wahlbereich können zusätzlich zur Mindestbelegauflage von 34 Wochenstunden zusätzliche Kurse gewählt werden:

  • Informatik
  • musikpraktischer Kurs
  • eine weitere Naturwissenschaft
  • eine weitere Gesellschaftswissenschaft

Grundlegendes und erhöhtes Anforderungsniveau

Der Unterricht in den Kernfächern kann auf unterschiedlichen Niveaustufen erteilt werden:

  • Grundlegendes Anforderungsniveau: Hier werden grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen und Einsichten des Faches vermittelt.
  • Erhöhtes Anforderungsniveau: Im Unterricht wird ein vertieftes Verständnis des jeweiligen Faches an ausgewählten Inhalten vermittelt.

Das profilgebende Fach wird auf erhöhtem Anforderungsniveau unterrichtet.

Seminar

Im Seminarfach werden wissenschaftliche Arbeits- und Präsentationsmethoden eingeführt. Die Gruppe setzt sich aus allen Schülern zusammen, die das gleiche Profil gewählt haben.

Seminar

  • fördert vernetztes, fächerübergreifendes und problemorientiertes Denken
  • fördert das individualisierte und kooperative Lernen und Arbeiten
  • verbindet fächerübergreifende und fächerverbindende Lerninhalte und Aufgabenstellungen
  • bereitet auf die Präsentationsleistung vor
  • ist keinem Aufgabenfeld zugeordnet
  • wird benotet und kann ins Abitur eingebracht werden

Präsentationsleitung/-prüfung

Eine Präsentation ist ein Vortrag, der durch Medien unterstützt wird. In der Studienstufe muss jeder Schüler pro Schuljahr eine Präsentationsleistung in einem Fach seiner Wahl erbringen. Die Präsentationsleistung ersetzt eine Klausur.

Die Präsentationsleistung steht im Zusammenhang mit den Inhalten des laufenden Unterrichts.

Ab dem Abitur 2014 kann die mündliche Prüfung wahlweise als Präsentationsprüfung oder als klassische mündliche Prüfung durchgeführt werden. Die Aufgabenstellung für die Präsentationsprüfung wird zwei Wochen vor der Prüfung bekannt gegeben. Eine Woche vor der Prüfung wird eine schriftliche Dokumentation abgegeben. Die Prüfung dauert 15 Minuten, anschließend erfolgt ein 15 minütiges Prüfungsgespräch.

Abiturprüfung

Die Abiturprüfung erfolgt - wie bisher - in vier Fächern, die alle drei Aufgabenfelder abdecken müssen.
Jeder Prüfling hat drei schriftliche und eine mündliche Prüfung (Präsentationsprüfung).

  • Unter den Prüfungsfächern müssen sich das profilgebende Fach und zwei Kernfächer befinden.
  • Zwei der schriftlichen Prüfungen erfolgen auf erhöhtem Niveau, darunter muss sich mindestens ein Kernfach mit zentraler Aufgabenstellung befinden.
  • Die dritte schriftliche Prüfung kann in einem Fach auf grundlegendem oder erhöhtem Niveau erfolgen.
  • Eine mündliche Prüfung findet in einem weiteren Fach statt.